Yunic – Anfang

Ein Seufzen erstöhnt durch den vom Sonnenlicht bestrahlten Raum. Der Raum war ziemlich düster, jedoch scheint die Sonne durch ein paar der Holzritzen hindurch, wodurch trotzdem ein freundliches Gefühl vom Raum herkommt. Der grüne Wald aus den Fenstern strahlt Wärme und kühle Luft aus, das auch noch in dieser Hütte zu spüren ist.

Die Tür knarzte. Ein Mann hatte die Tür geöffnet. Mit langsamen tragweiten humpelnden Schritten durchgeht er den Raum und ließ einen zusammengebündelten Stapel voller nassen Zeitungspapiere auf den Tisch nieder. Er kramt in seiner Jackentasche herum und holt auch ein Tintenfass, sowie eine Feder hervor. Er legte es neben den Papierstapel und nimmt Platz.

Er stand auf und geht nach draußen in den Wald hinein. Nach einer Weile ist er an einer klaren Quelle angelangt. Hier taucht er mit seiner Hand ins Wasser. Er formt die Hand zu einer Kuppel und wäscht sich langsam das Gesicht. Mit einem Anfall von Begierde tastet er nach dem Wasser. Aber nur einen Moment später verzerrt er schon sein Gesicht und schüttelt die Hände, als ob das Wasser schmutziger Schlamm sei. Er holt eine Flasche hervor und taucht es unter dem Wasser. Er nahm einen Schluck und machte sich langsam auf den Weg zurück.

Er holt einen Krug aus der Küche und setzt sich auf den Tisch nieder. Die Zeitungsstapel sind jetzt sorgfältig in kleinere Bündel aufgeteilt worden, jedes der Bündel genau so groß wie der andere. Er nimmt sich einer der Bündel und breitet das Zeitungspapier aus. Das Papier war blass und verblichen. Dann taucht er seine Feder in das Fass und fing an zu schreiben.

 

 

Vor 15 Jahren wandelt ein junger Mann durch die belebten Straßen Methanolopalas. Ab und zu würde er vor einen Geschäft stehen bleiben und sich die ausgestellten Sachen anschauen. Doch nie kauft er etwas. Stattdessen schaute er die ausgestellten Gegenstände an. Mal sind es Rucksäcke, mal Uhren, aber auch köstliche Kuchen und Krokodilledertaschen schaut er sich an. Dies macht er tagein, tagaus, schon bevor die Sonne hinaufgeht bis tief in die Nacht hinein, wo dann der Mond schon nicht mehr scheint.

Schon seit Tagen hatte ein anderer Mann ihn bemerkt. Seit jeher starrte er jeden Tag den anderen Mann an, wie er sich Sachen anschaut, die manchmal reine Luxusgüter waren, aber auch ab und zu schaut er auf gewöhnlichere Sachen wie einen Hotdog.

Eines Tages sprach ihn ein Mann an. Dieser fragte, wieso er denn sich die Sachen betrachte, denn kaufen tue er ja nicht.

Er antwortete: „Ich liebe einfach das Betrachten und Anerkennen wertvoller und musenhafte Gegenstände. Dafür muss man es ja nicht kaufen. Man muss nur den Wert erkennen können.“

Daraufhin fragte der Mann, was denn nun überhaupt die Gegenstände so kostbar für ihn machen.

Er antwortete: „Die sind nicht kostbar für mich.“

Verdutzt schaute der Mann  ihn an.

„Sie sind kostbar für die Menschheit. Ohne jedes der einzigen Gegenstände hier wäre unser heutiges Leben die Fantasie Vergangener Alter. Ich kann die heutige Gesellschaft, die den Wert der vergangenen Gegenstände nicht anerkennt, nicht mal hinterherfragt, nicht ehrt, sondern einfach aktzeptiert und es für selbstverständlich hält, nicht akzeptieren.“

Der Mann meint, er finde, es ein bisschen überspitzt.

„Viele Menschen sind blind. Deswegen findest du es überspitzt. Es ist einfach Teil davon, Teil eines Konstrukt der Gesellschaft zu sein, Teil von der Masse um einen.“

Von da an schaute der Mann nicht mehr den jungen Mann hinterher, wie er tagein, tagaus, schon bevor die Sonne aufgeht bis in die tiefe Nacht sich die Gegenstände in jedem Geschäft der Straße in dieser Stadt anschaute und betrachtete, anerkannte und hinterherfragte, wozu es denn gut sei, was für einen Wert es hätte und wie es die Menschheit beeinflusste.

Der Mann hielt den jungen Mann für dumm, so sei es ja verständlich, dass das Vergangene das Fundament für die Zukunft erstelle, denn so sei eben halt die Zeit, da könne man nichts ändern. Unsere heutige Zeit sei ja praktisch unmöglich ohne die Erfindungen vergangener Leute: Handys, Computer, Laptops und weiteres, aber die würden sie doch anerkennen, oder nicht?

Mit einem schnellen Schritt, als ob er der Zeit entfliehe, schreitet er voran, zurück zu seinem Leben kehrend. Auf den Weg krampelt er eine Wasserflasche hervor. Er betrachtete sich das Wasser durch die Plastikverpackung und sah, wie Gas emporstieg. Zum Glück, murmelte er darauf, sei noch nicht allsoviel Zeit vergangen. Er würde es noch schaffen wenn er sich anstrenge.

Er tastete nach dem Wasser. Köstlich nahm er einen großen Schluck und spürte das angenehme Gefühl von emporsteigenden Gas. Dadurch, so fand er, würde das Wasser kühler und frischer schmecken.

Es sollte jedoch zu seinen letzten Schluck auf dieser Welt werden.